Der Gründer
Fermentation verdient mehr als Abkürzungen
BIONIC entstand aus einer einfachen Überzeugung: Manche Lebensmittel verdienen mehr als die Abkürzungen, die man ihnen aufzwingt.
Ich wollte nicht ein weiteres Produkt schaffen. Ich wollte etwas wiederaufbauen, das ich verschwinden sah.
Meine Familie stammt aus Graubünden, aus den Bergen — und daher kommt mein Verhältnis zur Zeit und zu den lebendigen Stoffen. In meiner Familie war Fermentation nie eine abstrakte Idee: meine Urgrossmutter war Winzerin in den Bergen, meine Grosseltern Bäcker. Der Wein, das Brot, die einfachen Handgriffe, die Erzeugnisse, die Geduld und Aufmerksamkeit verlangen — damit bin ich aufgewachsen.
Über die Jahre habe ich viele Produkte diese Wahrheit verlieren sehen — zu standardisiert, zu stark verarbeitet, zu weit von dem entfernt, was sie vorgeben zu sein. Bei der Fermentation war es offensichtlich: pasteurisierte Produkte, oft zum Wiederaufkochen bestimmt, praktisch geworden, aber um das Wesentliche ihres Charakters gebracht.
BIONIC entstand aus dieser Verweigerung. Nicht aus Nostalgie, nicht um zu belehren, sondern aus einem konkreten Wunsch: eine ernsthafte, schweizerische, einfache und gute Alternative wiederaufzubauen, die ein lebendiges Lebensmittel zurück in die Mitte der Mahlzeiten bringt.
Deshalb habe ich mein Unternehmen gegründet. BIONIC ist eine Zusammensetzung: BIO, für die Werte, die unsere Arbeit und unseren Respekt vor dem Lebendigen leiten, und NIC, für Nicolas, meinen Vornamen. Ein einfacher Name für eine einfache Idee — die Dinge richtig machen, mit Zeit, Geduld und Geschmack.
Wir wollen es nicht kompliziert machen.
Wir wollen es richtig machen.
Eine Tradition aufgreifen, ohne sie erstarren zu lassen
Wir haben uns für milchsauer fermentiertes Gemüse entschieden, weil es bereits zu unserem Tisch gehört. In der Schweiz hat Fermentation nichts Exotisches: Das Sauerkraut ist bekannt, beliebt, tief verankert. Aber man hat es auf eine gekochte, schwere, gelegentliche Beilage reduziert — weit entfernt von dem, was eine beherrschte Fermentation zu geben weiss: Biss, Säure, Frische, Tiefe, eine echte Präsenz auf dem Teller.
Fermentation sollte weder streng noch marginal noch Eingeweihten vorbehalten sein. Sie soll wieder das werden, was sie immer war: eine natürliche, intelligente und schmackhafte Art, Lebensmittel zu verwandeln. Unsere Regel ist einfach: Wenn das Produkt nicht gut ist, wenn es keine Lust macht, nützt das Gerede nichts.
Das Lebendige verlangt Präzision
Wir verarbeiten milchsauer fermentiertes Gemüse ohne Pasteurisierung. Diese Entscheidung ist zentral, und sie verzeiht kein Ungefähr. Sie verlangt, die Kühlkette einzuhalten, die Reifung zu verfolgen, jede Charge zu kontrollieren, beim Verfahren nie zu tricksen.
Ich vergleiche das gern mit dem Wein. Ein lebendiges Produkt entwickelt sich; es hält durch die Zeit, die Methode und den Respekt vor seiner Natur. Deshalb ist die Produktion in der Schweiz bei uns kein Vermerk auf einem Etikett: Es ist eine Arbeitsweise. Schweizer Gemüse, ausgewählt nach Sorte und Textur, Handarbeit, Sinn fürs Detail, eine Kühlkette, die die Manufaktur mit dem Kühlschrank des Kunden verbindet.
Ein lebendiges Produkt erzwingt man nicht.
Man begleitet es.
Ein Reflex, kein Anlass
Ein grosser Teil unserer Arbeit ist unsichtbar: die Begleitung der Fermentation, die Kontrolle der Chargen, das Gleichgewicht der Säure, die Kühlung. Der Kunde muss nicht daran denken. Er öffnet ein Glas oder einen Beutel, gibt ein paar Gabeln auf seinen Teller und spürt sofort, was das Produkt bringt: Frische, Relief, Biss, eine beherrschte Säure.
BIONIC ist für alle gedacht, die ihre Mahlzeiten besser zusammenstellen wollen, ohne sie zu verkomplizieren. In einer Bowl, in einem Salat, in einem Sandwich, neben einem Raclette, zu einem Fondue, auf einem einfachen Teller. Unser Gemüse soll zum Reflex im Kühlschrank werden — kein Produkt, das man für einen Anlass aufhebt.
Ein paar Gabeln genügen,
um eine Mahlzeit zu verwandeln.
Das Lebendige zurück in die Mitte des Tisches
BIONIC hat mit einfachen Produkten begonnen. Das ist gewollt. Ein einfaches Produkt kann premium sein, wenn Rohstoff, Methode und Geschmack respektiert werden.
Das wollen wir beweisen: dass man zu den Grundlagen zurückkehren kann, ohne rückwärtszugehen. Dass sich eine Tradition modernisieren lässt, ohne ihren Sinn zu verlieren. Dass die Milchsäuregärung wieder einen zentralen Platz in unserer Ernährung finden kann — nicht weil sie in Mode ist, sondern weil sie gut, präzise und tief mit unserer Geschichte verbunden ist.
Keine Abkürzung. Nur lebendige Schweizer Frische, Biss — und die Lust, wieder an den Tisch zu kommen.